Hausaufgaben

Wenn Sie Ihrem Kind die Hausaufgaben erleichtern möchten, helfen vielleicht folgende Tipps:

  1. Schaffen Sie eine angenehme und ruhige Arbeitsatmosphäre. Im Idealfall hat Ihr Kind einen eigenen Schreibtisch in seinem Zimmer. Ist das nicht machbar, vermeiden Sie zumindest Situationen, in denen z.B. Ihr Kind seine Hausaufgaben am Küchentisch macht, während seine Geschwister nebenbei spielen und Sie den Abwasch erledigen. Auch Musik oder der Fernseher sollten nicht nebenbei laufen.
  2. Achten Sie darauf, dass die Hausaufgaben möglichst noch am gleichen Tag erledigt werden, an dem sie aufgegeben wurden. Speziell bei Fächern, die man nur eine oder zwei Stunden in der Woche hat, ist die Versuchung groß, die Aufgaben erstmal liegen zu lassen. Nur: Mit jedem Tag wird es mühsamer, sich an das im Unterricht Besprochene zu erinnern und die Hausaufgaben werden unnötig schwer.
  3. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind heraus, wann die beste Zeit für Hausaufgaben ist. Manch einer legt am liebsten gleich nach der Mittagspause los, andere können am besten in den Abendstunden arbeiten. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, nicht direkt nach einer Mahlzeit an die Aufgaben zu gehen und die Aufgaben keinesfalls bis in den späten Abend aufzuschieben.
  4. Erlauben Sie Pausen. An manchen Tagen können die Hausaufgaben schon mal über eine Stunde dauern (erlaubt
    sind in der Sekundarstufe I 1 bis 2 Stunden Zeitaufwand insgesamt für alle Fächer). Da sollte zwischendurch auf jeden Fall immer wieder etwas getrunken und vielleicht etwas Obst oder Gemüse gegessen werden.
  5. Lassen Sie Ihr Kind über die Reihenfolge der Aufgaben entscheiden, achten Sie aber darauf, dass Hausaufgaben ähnlicher Fächer (z.B. Mathe und Physik oder Englisch und Französisch) nicht direkt hintereinander erledigt werden – eine bunte Mischung fällt leichter! Und vielleicht empfiehlt es sich, mit einer leichten und interessanten Aufgabe zu beginnen, um “in Gang zu kommen”.

Und ganz wichtig:

Machen nicht Sie die Aufgaben Ihrer Kinder! Hausaufgaben dienen der Übung, der Vorbereitung kommender Unterrichtsstunden oder der Förderung einer selbstständigen Auseinandersetzung mit dem Stoff.

Es nützt also nichts, wenn Sie Ihrem Kind die Arbeit abnehmen, es wird dann nichts dabei lernen. Falls Ihr Kind mal mit einer Aufgabe gar nicht klar kommt, sollte es lieber Klassenkameraden anrufen und um Rat fragen. Und wenn die es auch nicht wissen, hat vielleicht die Lehrkraft die Aufgabe ungenau gestellt. In diesem Fall kann man dann auch mal ohne Hausaufgabe in die nächste Stunde gehen und die Lehrkraft bitten, die Aufgabe noch einmal zu erklären!

(Man darf mich übrigens auch gerne anrufen oder per E-Mail kontaktieren, falls es mit den Hausaufgaben mal gar nicht klappen will.)


 

Schreibe einen Kommentar